„Cốm” – Das besondere Geschenk im Herbst

„Cốm” (grüner Klebreis) ist eine Delikatesse, welche nur im Herbst hergestellt wird und von allen Vietnamesen geschätzt wird. Der ideale Zeitpunkt, um Ihre Reise in Vietnam anzutreten! Nichts erinnert die Menschen in Hanoi so sehr an den Herbst als der Geschmack von jungem Reis aus dem Dorf Vong. Ein Korn, das so süß duftet, dass es einen bleibenden Eindruck hinterlässt…

Serviert mit roten Dattelpflaumen oder reifen Bananen ist „Cốm” ein purer Genuss. Dem Dorf Vong am Stadtrand von Hanoi wird nachgesagt, dass es das beste „Cốm” in Nordvietnam produziert.

Besuchen Sie den Ort auf Ihrer Vietnam Rundreisen und probieren Sie ein Stück vietnamesischer Küche! Wenn der Herbst naht, erinnern sich alle Menschen in Hanoi immer an den besonderen  Geschmack von „Cốm”, ein besonderes Geschenk des Bodens, das von hart arbeitenden Bauern hergestellt wurde und einen einfachen und frischen Duft enthält.

Jedes Jahr im Herbst, wenn der kühle Nordwestwind weht und Tau bringt, biegen sich die Reisrispen und warten auf die Reifung der jungen Klebreiskörner, deren Reifeprozess noch nicht fortgeschritten ist und die deshalb noch innen eine konzentrierte Flüssigkeit aufweisen, die noch nicht ausgehärtet ist. Genau in diesem Zustand wissen die örtlichen Bauer, dass es Zeit ist, „Cốm” zu machen, eine Spezialität hergestellt aus jungem und grünem Klebreis.

„Cốm” wird oft mit der Hand aus Lotusblättern gegessen,  immer jeweils ein kleines Stück. Beim Essen von „Cốm” sollte man langsam genießen und bedächtig kauen, damit sich alle Gerüche und Geschmäcker des jungen Reis entfalten können und damit man diesen süßen, nussigen und buttrigen Geschmack bewusst wahrnehmen kann.

Vom komplizierten Herstellungsprozess…
Besucher in Hanoi werden während der „Cốm”-Herstellungsphase in das Dorf Vong eingeladen, wo sie die Gelegenheit haben, das spezielle rhythmische Stampfen hölzerner Stößel gegen Mörser, gefüllt mit jungem Reis, zu hören und Frauen zu beobachten, welche den jungen zerstoßenen Reis hin- und herschieben und aussortieren.

Im Dorf Vong, gehört die Herstellung von „Cốm” zum üblichen Handel. Dem Menschen aus diesem Dorf wird nachgesagt, sie hätten den kompliziertesten Herstellungsprozess für „Cốm”. Zunächst wird der rohe Klebreis gepflanzt. Um ihr berühmtes „Cốm” zu produzieren, bauen die Bewohner eine spezielle Sorte von Klebreis an, welcher genau im richtigen Moment geerntet werden muss. Wenn der Rohreis anfängt zu reifen und im Inneren immer noch Flüssigkeit vorhanden ist, wird er am frühen Morgen geerntet. Die unreifen Reiskörner werden per Hand aus der Rispe gedrückt, sodass sie nicht zerbrechen. Als nächstes werden die Körner sorgfältig ausgewählt, gesiebt und gewaschen. Nachts werden die Körner in einer großen Pfanne über schwachem Feuer getrocknet und dann im Mörser zerstampft. Daraufhin wird der junge Reis vom Mörser genommen, weiter aussortiert und wieder zerstampft. Dieser Prozess wiederholt sich genau sieben Mal, damit die Schale von dem jungen klebrigen Korn entfernt wird. Es steckt eine Technik hinter diesem Prozess: Wenn zu unregelmäßig und zu schnell zerstampft wird oder der Vorgang nicht sieben Mal wiederholt wird, verschwindet die grüne Farbe der Körner, welche dann eine braune Farbe annehmen. Dann ist der gesamte Prozess umsonst gewesen, weil Kunden sich weigern werden, ein solches Produkt zu kaufen. Dies sollte veranschaulichen, wie schwer der Herstellungsprozess von „Cốm” ist.

„Nicht jeder kann ‚Cốm‘ trocknen  und zerstampfen. Es ist ein streng gehütetes Geheimnis in manchen Familien, das nicht mal Müttern oder Töchtern verraten wird!“, sagt die 72-jährige Pham Thi Nguyen, deren Familie noch heute „Cốm” produziert. Nachdem „Cốm” zerstampft wurde, wird der Reis fest in Lotusblätter eingewickelt, um ihn vor dem Austrocknen zu schützen und um ihn das Lotusaroma absorbieren zu lassen.

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